"Das Geheimnis des                      Vorwärtskommens besteht drin, den ersten Schritt zu tun!"      i

                                                           (Mark Twain US-amerikanischer Schriftsteler 1835 - 1910) 

                                                                                                         (Fotos und Berichte by Martina Krohs ©)

 

Belalp- Fiescheralp

zu Fuß durchs Schweizer Wallis

in 2 Tagen

(06. - 07. August 2016)

Vorwort

"Mein Wallis"...das zieht sich durch mein Leben wie ein roter Faden. Dort fühle ich mich immer ganz besonders wohl, ohne genau zu wissen, warum eigentlich. Der Geruch betört mich, die Berge inspirieren mich und die Landschaft motiviert mich. Das Wallis zieht mich immer wieder magisch an und ich folge seinem Ruf gerne und regelmäßig. So auch an diesem Wochenende. Allerdings war ich dieses Mal "auf der Riederalp, ohne auf der Riederalp gewesen zu sein", wie ihr gleich sehen werdet... ;-)

Diese zweitägige Tour ist nicht allzu anstrengend und keine große Herausforderung und kann auch mit Kindern gewandert werden, sofern ihr euch alle über die große, lange und hohe Hängebrücke traut... :-)

 

1. Tag

Wallis 

von der Belalp (2136m) bis zur Riederfurka (2064m)

Distanz: 11,40 km

Aufstieg: 745m

Abstieg: 709m

Schwierigkeit: T2 Bergwandern

Mit dem Zug nach Brig und anschließend mit dem Bus bis nach Blatten, dann steht man plötzlich vor diesen wunderschönen alten Walliser Berghäusern. Von hier aus sind wir mit der Seilbahn auf die Belalp (2.136m) geschwebt, wo der Ausgangspunkt für diese Tour war.

Wärend Blatten noch in schönstem Sonnenschein strahlte, war es hier oben leider ziemlich bewölkt und vor allem recht kalt. Aber das hat sich zum Glück schnell wieder geändert.

Hier könnt ihr ganz unten im Tal Brig-Natters erkennen, etwas weiter oben Blatten und im Hintergrund die Vielzahl der bekannten Walliser Viertausender, leider teilweise von Wolken verdeckt.

Diese hübsche Kapelle habe ich schon sehr oft aus der Ferne, von der Riederfurka auf der anderen Talseite aus, bewundert.

Hinter mir könnt ihr schon ziemlich genau den Tourverlauf erkennen und habt vor allem schon mal einen ersten Blick auf den fantastischen Aletsch-Gletscher.

...hier noch mal ohne mich und den Rahmen... ;-)

Der Weg war teilweise sehr steil, aber gut machbar.

...da waren wieder einmal super Wegebauer am Werk...

...der unverwechselbare Geruch dieser Walliser Bergwiesen ist irgendwie ganz speziell und hat sich in meiner Nase festgesetzt.

Wer ganz genau hinschaut, kann oben auf dem Berg gerade noch so den Ausgangspunkt mit der kleinen Kapelle erkennen.

Blick Richtung Stausee

Der Wanderweg zieht sich ziemlich lange am Hang entlang abwärts, bis man nach etwa 2 Stunden zur Hängebrücke gelangt.

...unterwegs hatten wir noch "Damenbesuch", denen es vor allem Pascal (oder vielmehr sein Essen im Rucksack) angetan hatte... :-)

...ganz schön neugierig, sind sie uns ziemlich lange auf dem Weg  gefolgt.

hier unten, kurz vor der Hängebrücke, verändert sich die Landschaft gewaltig. Fast schon nordisch anmutend, hat man das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen.

...zahlreiche Birken wachsen hier auf kargem Boden

...und plötzlich steht man vor ihr, der längsten Hängebrücke Europas.

Die 124 m lange Hängebrücke ist eines der Wander-Highlights im Aletschgebiet. In 80 m Höhe führt Sie direkt vor dem Gletschertor des Grossen Aletschgletschers über die Massaschlucht. Sie zu überqueren ist ein eindrucksvolles Erlebnis und lässt das Adrenalin durch die Adern rauschen.

...und, hättet ihr euch getraut...? Vielleicht biete ich diese Tour im nächsten Jahr für eine Gruppe an, mal sehen... :-)

...es wurde immer sonniger und vor allem wärmer

...so dass wir hier etwas verweilen und in der Sonne sitzen konnten.

Hier am schönen Grünsee haben wir eine kurze Mittagsrast gemacht, vor es an den steilen und langen Aufstieg hoch zur Riederfurka ging.

...knapp 800 Höhenmeter galt es zu überwinden

...wovon sich jeder einzelne Meter mega gelohnt hat.

...und wenn man dann (endlich) oben ankommt und das vertraute Panorama sieht, ist die Welt für den Moment in Ordnung.

Pro Natura Zentrum Aletsch in der Villa Cassel

"meine" Riederalp, haaach...wie schööööön... :-) :-) :-)

...von der Riederfurka aus sind wir noch ca. 20 Minuten weiter aufwärts gewandert, der Hohfluh entgegen, wo wir einen tollen Platz für unser Zelt gefunden haben.

An meiner Kleidung könnt ihr deutlich erkennen, wie kalt es am Abend geworden ist. Wir waren immerhin auf knapp 2.200 m oben. Ganz ehrlich, die Nacht war fürchterlich kalt und ungemütlich...

2. Tag

Wallis

von der Riederfurka (2064m) bis zur Fiescheralp (2212m)

Distanz:15,15km

Aufstieg:650m

Abstieg:529m

Schwierigkeit: T2 Bergwandern

Das Wetter an unserem 2. Wandertag war bilderbuchmäßig genial. Ganz schnell war die fürchterlich kalte Nacht vergessen und wir sind in kurzen Hosen und T-Shirts losmarschiert.

...steifgefroren aus dem Zelt krabbeln und dann SOOOO ein Panorama vor Augen zu haben, das ist schon irgendwie krass...

...wer ganz genau hinsieht, kann sogar das Matterhorn erkennen...

...hier war ich etwas zu langsam mit dem Fotografieren, das Aussenzelt war leider schon abgebaut... ;-)

So richtig schönes Foto, auf dem man sogar eine kleine Ecke der wunderschönen Bettmeralp erkennen kann.

...und hier ist er wieder, der große Aletschgletscher. Er hat uns heute fast den ganzen Tag über begleitet.

Ein Blick zurück, auf der anderen Talseite könnt ihr nochmal unseren Ausgangspunkt vom Vortag, die Belalp, erkennen.

...und hier das schneebedeckte Weisshorn, ebenfalls eines meiner Lieblingsfotos.

Hier sieht man rechts im Bild wunderbar den weiteren Wegverlauf, am Bettmerhorn und Eggishorn entlang bis zum Märjelensee.

...der Weg war schmal, aber wunderbar zu laufen und die Aussicht einfach nur phantastisch. Ein echter Panoramaweg eben, wie ich sie liebe.

...allerdings nicht ganz ungefährlich, da es hier eine große Steinschlaggefahr gibt.

...dem Gletscher ganz nah...aber bis ganz hinunter sind wir dieses Mal nicht gelaufen.

nackter Fels und blankes Eis...eine interessante Kombination...

...die man SO nicht alle Tage sieht.

...mit 23 Kilometern Länge ist der Aletschgletscher der Längste in Europa.

...und hier ist der Märjelensee. Eher klein und unscheinbar liegt er plötzlich da und besticht durch seine Klarheit und Kälte.

...mächtig flauschig wirkende Blumen umrahmen ihn. Falls jemand weiss, wie diese Blümchen heißen, darf es mir gerne sagen.

...soooo tolle Landschaft, einfach nur großartig und genial. Pascal, nächstes Mal möchte ich genau HIER zelten... :-)

...sooo toll...

...dass ich gleich DREI Fotos davon hier zeige...;-)

...nochmals der Märjelensee...

...und hier, ein paar Meter oberhalb, ein großer Stausee.

...eine sensationelle Landschaft, die man wirklich nur zu Fuß zu Gesicht bekommt.

...

...die Hütte oben rechts ist die "Gletscherstube", ein kleines Restaurant, das leider gar nicht auf Vegetarier eingerichtet ist... :-(

...fast hätte ich aus Unwissenheit einen "Wurstsalat" bestellt. "Walliser Hüttensalat" ist kein echter Salat, wie ich jetzt weiss... ;-)

...noch ein letzter Blick in die sagenhafte Landschaft, bevor....

...es in den langen und kalten und sehr nassen und sehr schlecht beleuchteten Tunnel ging, der zur Fiescheralp führt.

...hier sind wir bereits wieder draussen und genießen das Panorama

...rechts unten könnt ihr den Ort Bellwald erkennen

...ein kleinerer Seitengletscher

...tja, und das wars dann auch schon wieder.

Von hier aus waren es noch etwa 50 Minuten bis zur Fiescheralp, wo wir ohne anzuhalten direkt in die Seilbahn gesprungen und über Fiesch und Brig wieder zurück in die Heimat gefahren sind.

Eine wirklich bemerkenswert tolle Tour, die ich nur wärmstens empfehlen kann. Wer nicht zelten mag, auf der Riederfurka gibt es Übernachtungsmöglichkeiten oder alternativ auf der Riederalp.

Es lohnt sich!

Und wenn ihr euch alleine nicht traut, ich komme sehr gerne noch mal mit und zeige euch den Weg... :-)

 

Herzliche Grüße,

 

Martina