"von Dir zu Mir"  

über beide Jura-Ketten von 

Bern (CH) nach Lörrach (D) 

unterwegs auf einem ganz besonderen Weg

Vorwort:

Seit ziemlich genau vier Jahren trennen uns, Pascal und mich,  über 100 Kilometer und wir fahren diese Strecke von (D) Lörrach-Hauingen nach (CH) Bern-Schliern Woche für Woche mit dem Auto oder der Bahn. Und da das Laufen zu unserem Leben dazu gehört, haben wir uns gedacht, könnten wir diesen Weg ja auch einmal zu Fuss gehen. Natürlich nicht entlang der Autobahn oder der Bahnlinie, sondern landschaftlich mega reizvoll quer über die beiden JURA-Ketten.

 

1. Etappe  (Sonntag, 08.04.2018)

Kanton Bern

von BE-Schliern nach Münchenbuchsee

 

Distanz: 14,84 Kilometer 

Steigungen: 201,2 m

 

Gestartet sind wir bei strahlendem Sonnenschein in Schliern, ca. 6 Kilometer ausserhalb von Bern.

...vorbei an Köniz

...hat uns der Weg zunächst nach Bern geführt.

Am Stadtrand sind wir am "freien Land Zaffaraya" vorbeigekommen. Etwas, das ich bisher echt nicht gekannt habe und das ich niemals in der Schweiz vermutet hätte... ;-)

Der autonome Lebensraum besteht seit dem 31. Juli 1985 mit wechselnden Standorten, und entstand im Zuge der damaligen Jugendunruhen. Heute steht die Siedlung auf einem Autobahnschutthügel im Neufeld. 

Von drei stark befahrenen Strassen umrahmt, haben sich die Bewohner hier eine eigene kleine Welt geschaffen.

Was als Provisorium begann, besteht heute aus zahlreichen Wohngebäuden mit Bäumen, Gärten und sogar einem eigenen Teich.

Die Gruppe zählt an die 26 Personen zwischen 1 und 60 Jahren. 

Nach einer schönen Strecke durch den Wald sind wir wenige Kilometer weiter auf diese wunderschöne und sicherlich sehr alte Aare-Brücke gestossen.

DAS ist noch echte, alte Handwerkskunst.

Im Hintergrund ein neueres Brückenmodell... ;-)

Und hier wird die Aare abwärts von einem tollen Wanderweg entlang zahlreicher privater Gärten gesäumt.

Das anstrengendste Stück auf dieser Etappe war diese Treppe mit rund 200 Stufen und dem daran anschliessenden Hang bis hinauf an den Waldrand.

Der Frühling ist da.

Hier noch mal ein Blick zurück auf die alte Brücke.

Leider hat das Wetter nicht gehalten, was es beim Start noch versprochen hatte. Aber an den nackten Beinen könnt ihr erkennen, dass es doch schon ziemlich warm war.

Blick zum Ulmitzberg mit dem Turm - und im Hintergrund hätten wir die Alpenkette gesehen, wenn die Sicht besser gewesen wäre. 

Pascals Ausdruck? Na, "endlich wieder Wandern" ;-)

Ab hier war es sehr ländlich und toll zum Wandern.

Zollikofen - Graben, fast wie Venedig :-)

...und auch hier erste Frühlingsboten.

Ländlich, keine Autos und freie Sicht - so habe ich es am liebsten.

Und schon waren wir am Ziel der ersten Etappe:  Münchenbuchsee.

 

2. Etappe  (Sonntag, 15.04.2018)

Kanton Bern

von Münchenbuchsee nach Fraubrunnen

 

Distanz: 11,54 Kilometer 

Steigungen: 161,5 m

Unterwegs zwischen den Alpen und dem Jura, erlebt man auf dieser Tour ein ganz besonderes Stück der Schweiz. Sehr ländlich, sehr beschaulich - und doch nahe der Stadt mit all dem Trubel und der Hektik.

So sonnig wie der Tag, so sonnig war auch unsere Stimmung ;-)

So schön, dass endlich wieder Frühling ist.

Die ganzen Kilometer über hat uns ein sanftes Bergauf und Bergab begleitet.

Idyllischer Baggersee

...und hier hat sich jemand in einem Kunstwerk verewigt. Ein echter Holz-Bär im Kanton Bern...

...und gleich daneben wird eine Kuh verherrlicht. Hier wohnt entweder ein Vegetarier ;-) oder aber das krasse Gegenteil, ein echter Fleichverehrer...:-( (die Kuh und ich hoffen auf den Vegi...)

...diese lustigen Gesellen am Wegesrand hatten teilweise echt einen sehr grimmigen Gesichtsausdruck, da war ich wirklich froh um den Zaun zwischen uns...

Die Landschaft hier ist wirklich herrlich. Hügelig, aussichtsreich und in keinster Weise langweilig.

Wieder voll in Action, sozusagen aus dem Winterschlaf erwacht...;-)

...und es ist so richtig schön, dass wir wieder ohne Mütze und Handschuhe laufen können... :-)

Wanderweg im Kanton Bern, wie immer allerbeste Beschilderung.

...und hier sind wir schon am Etappenziel angekommen, das kleine Örtchen "Fraubrunnen", genau zwischen Bern und Solothurn gelegen. Leider konnten wir aus zeitlichen Gründen nicht weiter laufen.

...ein kleiner Frühlingsgruss...

 

3. Etappe  (Mittwoch, 18.04.2018)

Kanton Bern, Kanton Solothurn

von Fraubrunnen nach Solothurn

 

Distanz: 17,54 Kilometer 

Steigungen: 156,3 m

 

 

Mittwoch Nachmittag...und wir haben einfach frei und laufen durch die schöne Schweiz...toll, oder? ;-)

Die heutige Tour war die Schönste bisher auf dieser Strecke. Abwechslungsreich und ganz viel am Wasser entlang, sie gehört auf alle Fälle mit zu denen, die ich jederzeit wieder laufen würde.

In der Ferne könnt ihr das Jura-Gebirge erkennen. Es kommt so langsam näher...

Fast schon sommerlich warm, so hab ich das gern ;-)

Auf dieser Etappe gibt es Wege, die sehen aus wie mit dem Lineal gezogen. Ewig lang und absolut kurvenlos.

Irgendwie Idylle pur, findet ihr nicht auch?

Kommt raus aus eurem Ameisenbau, geht hinaus in die Natur, geniesst die Schönheit, die Farben, die Sonne und einfach das ganze Leben!

Die Farbe des Wassers auf diesem Foto empfinde ich als genial. Sie drückt für mich eine Einfachheit aus und ist gleichzeitig total intensiv und kraftvoll. Wasser ist Leben - auf diesem Bild irgendwie ganz besonders. Dieses Gefühl hatte ich schon einmal, vor 2 Jahren auf Mallorca beim Brunnen "Sa Menta".

...und wer hier wohnen darf, der hat sich ein ganz besonders prächtiges Fleckchen Erde ausgesucht.

Pascal und die militärische Brücke

Hier ein weiteres Wegstück, das schnurrgerade, fast wie ein Nordseedeich, mitten durch ein Waldgebiet führt. Durch das junge Grün der Bäume wirkt der Weg ein wenig wie ein Tunnel.

Das Flüsschen "Emme" kannte ich bisher nicht, ich könnte mir aber gut vorstellen, an einem heissen Sommertag nochmals hier her zu kommen, am Ufer ein Feuerchen zu machen, baden und in der Sonne zu liegen... ;-)

Wie man auf dem Wanderzeichen gut erkennen kann, haben wir inzwischen den Kanton Bern verlassen und sind im Kanton Solothurn angekommen.

...und hier der entsprechende Grenzstein.

Wolkenloser Himmel und eine strahlende Sonne - genau so ist es am Schönsten für mich, nicht nur optisch.

Die Jurakette kommt näher...man kann sogar schon den Weissenstein erkennen, den wir auf der nächsten Etappe überqueren werden...puuuuhhhh....;-)

...und wer viel wandert, der darf auch viel essen...

Knapp vor dem Gebirge liegt unser heutiges Etappenziel: Solothurn

Eine tolle Stadt, die mir wirklich sehr gut gefällt.

...allerdings sind wir heute nur kurz da gewesen. Von hier aus sind wir in den Zug gestiegen und zurück nach Fraubrunnen gefahren, wo wir das Auto stehen hatten.

Solothurn - schönste Barockstadt der Schweiz

Nur schade, dass es immer wieder Menschen gibt, die alles kaputt machen, bzw. in diesem Fall drübermalen, müssen. Ist doch echt irgendwie doof...

Naja....jetzt freuen wir uns jedenfalls auf die nächste Etappe, auf der es mächtig aufwärts geht. Seid gespannt... :-)

 

4. Etappe  (Freitag, 20.04.2018)

Kanton Solothurn

von Solothurn nach Welschenrohr

 

Distanz: 15.01 Kilometer 

Steigungen: 901 m

Oh Schreck...was kommt da auf uns zu.... ;-)

Über den WEISSENSTEIN nach WELSCHENROHR - das war der Plan für diesen Nachmittag. So eine Jura-Überquerung hat es echt "in sich", da es nicht nur viele Höhenmeter zu überwinden gibt, sondern auch jede Menge Felsen und Kletterpartien zu meistern sind. Aber es ist auch eine sehr spannende Tour, sehr abwechslungsreich und durch die Höhenmeter auch so richtig aussichtsreich, zumal wir an diesem Tag mit 28 Grad und durchgehendem Sonnenschein auch das perfekte Wanderwetter hatten.

Mit dabei war heute auch wieder Merlin, der inzwischen ein richtig guter Wanderer ist. 

Noch strahlt er mit der Sonne um die Wette, aber das Foto entstand ja auch vor dem grossen Aufstieg. Mal sehen, wie viel von dem Lachen nach der Tour noch übrig ist... ;-)

Vom schönen Solothurn aus ging es zunächst durch die bekannte VERENASCHLUCHT bis hinauf zur EINSIEDELEI. Wer schon mal in Solothurn war, kennt sie bestimmt. Jahrelang habe ich dort mit Gruppen an einem jährlich stattfindenden Nordic-Walking-Event teilgenommen - und da führte uns die Strecke auf dem Rückweg ebenfalls durch diese Schlucht.

Heute war der Wasserstand nicht sehr hoch...

"Die EINSIEDELEI St. Verena gehört zu den bedeutendsten Landsschaftsgärten in der Schweiz. Neben zwei barocken Kapellen gibt es hier auch eine Klause der Einsiedler.

In der Höhle hinter der Martinskapelle soll die Heilige Verena gewohnt und gewirkt haben. Ihr ist die Verenakapelle geweiht.

Nahe dem nördlichen Ausgang der Verenaschlucht liegt seit vielen hundert Jahren die von einem Waldbruder / Einsiedler oder einer Eremitin bewohnte Einsiedelei. Die ganze Anlage steht unter kantonalem Denkmalschutz."

 

Oberhalb der Einsiedelei betritt man diese Hochebene, die in sattem Frühlingsgrün vor uns lag.

Und hier kommt unsere heutige Herausforderung: Der Jura von seiner schönsten Seite. Felsig und steil präsentiert er sich uns, mächtig und prächtig zugleich.

Über Felsen zu klettern gehörte genau so dazu, wie sich an Abhängen entlang zu hangeln oder den richtigen Weg zu finden. Es war irgendwie sehr abenteuerlich und gleichzeitig total schön und interessant. Und vor allem die Ausblicke haben mich von Meter zu Meter mehr begeistert.

Allerfeinste Alpensicht den ganzen Tag über, Sonne satt und das tolle Gefühl, über die ganze Schweiz blicken zu können...

Hier eines der ganz wenigen geraden Wegstücke. Ansonsten ging es echt nur aufwärts...

Und dann, endlich, wir haben schon fast nicht mehr daran geglaubt, lag der Gipfel in greifbarer Nähe vor uns. Die letzten 30 Minuten der Strecke mussten wir ziemlich steil aufwärts gehen, ganz ohne Abwechslung, einfach nur gerade aus... 

Hier noch die letzten Meter, und wie man genau sehen kann, sind in dieser Höhe noch gar keine Blätter an den Bäumen...

Wirklich eine super schöne Tour, ganz anders wie die drei vorangegangenen, anspruchsvoller und abwechslungsreicher, aber irgendwie war trotzdem jede auf ihre Art toll.

Die kurze Gipfelpause hatten wir uns wirklich verdient.

901 Höhenmeter aufwärts - und wir können trotzdem noch lachen... :-)

Merlin strahlte tatsächlich noch und hat das selbe Lächeln im Gesicht wie beim Tourbeginn... ;-)

Auf der Rückseite vom Weissenstein lag immer noch Schnee...

Das frische Frühlingsgrün ist einfach jedes Jahr aufs Neue wunderschön. So hell, so kraftvoll und fast schon aus sich selbst leuchtend, bereichern die noch jungen Blättchen die Atmosphäre im Wald und verbreiten eine grosse Energie.

Fast wie eine Insel liegt der kleine Ort WELSCHENROHR im Tal, eingebettet zwischen den beiden Juraketten. Das gegenüberliegende Gebirge wird dann die Herausforderung für unsere nächste Tour.

Wer diesen Schotterweg angelegt hat, der hat mit Sicherheit nicht an Wanderer gedacht. Die Steine auf diesem Weg sind so gross, dass es weit von gemütlichem Wandern entfernt ist. Aber der Weg an sich und vor allem die Ausblicke waren auf diesem letzten Stück wirklich mega klasse.

Vater und Sohn - gemeinsam dem Ziel entgegen.

Von DIR zu MIR ist eine tolle und abwechslungsreiche Tour, die mir bis jetzt sehr gut gefällt. Und ich bin wirklich sehr gespannt, wie es weitergeht ;-)

 

5. Etappe  (Sonntag, 10.06.2018)

Kanton Solothurn

von Welschenrohr nach Beinwil

 

Distanz: 20,02 Kilometer 

Steigungen: 771 m

Diese Tour habe ich als mega anstrengend empfunden. Sie war sehr lang und dadurch, dass es gleich am Anfang so heftig aufwärts ging, war die ganze Power schon weg, als wir oben ankamen und noch so viele Kilometer vor uns hatten. Diese zweite Jurakette zu überwandern war aber zumindest landschaftlich sehr reizvoll, wie ihr gleich sehen werdet.

Mit 6 Stunden 41 Minuten war diese Etappe wirklich ziemlich lang.

Beim Start in Welschenrohr war der Himmel noch absolut wolkenlos und strahlend blau. Leider hat sich das zur zweiten Tageshälfte hin rasch geändert.

Ein letzter Blick auf das zwischen beiden Juraketten liegende Örtchen Welschenrohr,

eingebettet in herrliche Natur

und umgeben von hohen Juragebirgen.

Hier ist der Eingang in die "Wolfsschlucht". Bis zu 100 Meter hoch sind die Felswände und teilweise ist die Schlucht sehr schmal und steil. Der "Wolfbach" fliesst durch diese eindrückliche und tief eingeschnittene Schlucht und bearbeitet das poröse Juragestein, wodurch sich tolle Auswaschungen ergeben haben. Die eigentliche Schlucht ist ziemlich genau einen Kilometer lang, aber bedingt durch die Enge und Höhendifferenz (siehe Höhenprofil weiter oben) kam sie mir fast endlos vor :-)

...eigenartiges Pilzgewächs

Nordictrails - Treppentraining...legendär ;-)

Ob hier einst Höhlenmenschen wohnten?

(Endlich) oben angekommen, hat uns wieder die allerschönste Jura-Berglandschaft empfangen. Jetzt im späten Frühling sind die Wiesen grün und viele Blumenarten waren zu sehen. Mir sind sogar zahlreiche verschiedene Schmetterlinge aufgefallen, die ich hier bei uns schon lange nicht mehr gesehen habe...Da oben scheint die Natur noch in Ordnung zu sein.

Wiesen und Wälder, so weit das Auge blicken kann. Hier oben waren die Strapazen vom steilen Aufstieg erstmal wieder vergessen ;-)

sensationeller Blick ins Tal hinab

...und natürlich sind in dieser Jahreszeit auch die Kühe wieder auf den Wiesen.

Diese ganze Etappe führte uns durch den Kanton Solothurn.

...und hier könnt ihr sehen, dass es schon langsam wolkiger wurde.

Eine knappe Stunde später hat es dann tatsächlich geregnet. Genau dann, als wir unsere wohlverdiente Mittagspause gemacht haben.

"Hohe Winde" ist ein Aussichtsberg, von dem aus man zum ersten Mal auf unserer Tour bis nach Basel schauen konnte. Mit 1.204 Metern kann er sich echt sehen lassen. Bei guter Fernsicht sieht man hier von den Vogesen über den Schwarzwald bis hin zu den hohen Walliser Alpen.

Hier oben war es so richtig ruhig und friedlich, eigentlich der perfekte Ort, um ein wenig zu verweilen. Allerdings nur, wenn es trocken ist...;-) Wir hatten gerade unser wohlverdientes Vesper ausgepackt und es uns gemütlich gemacht, da kam der Regen...die Pause ist dann leider ziemlich kurz ausgefallen...

das ganze Panorama in Richtung Basel.

Ja, man kann mit Regenjacke oder Cape laufen, das geht schon - aber schönes Wandern ist das nicht, jedenfalls für mich. Ich bin glaub wirklich mehr der "Schönwettermensch"...naja, zum Glück hat es bald wieder aufgehört und kurz vor dem Ziel ist sogar die Sonne rausgekommen.

Der weitere Weg hinunter war um diese Jahreszeit ziemlich zugewachsen, war aber doch zu finden.

Eine ziemlich zugewachsene Hütte am Wegesrand.

...und auch hier hat man das Gefühl, zum Buschmesser greifen zu müssen

Und dann, endlich, das erste Haus oberhalb von Beinwil, unserem Tagesziel.

Eine etwas "eigenwillige" Begrüssung am Ortseingang von Beinwil, aber doch irgendwie sehr kreativ...;-)

...aber ich war sehr froh, endlich das Beinwiler Kloster zu sehen, denn genau hier hatten wir das Auto abgestellt.

Fazit: Eine weitere landschaftlich tolle Tour, die aber aufgrund der Anstiege sehr anstrengend war. Vielleicht lag es aber auch einfach nur daran, dass ich in den letzten Wochen nicht so viel gelaufen bin ;-)

 

6. Etappe  (Samstag, 16.06.2018)

Kanton Solothurn

von Beinwil nach Grellingen

 

Distanz: 16,15 Kilometer 

Steigungen: 473,9 m

Heute hatten wir wieder strahlenden Sonnenschein und dazu eine Strecke, die landschaftlich mega toll und nur halb so anspruchsvoll war wie die von letzter Woche.

Die Original-Strecke wäre etwas kürzer gewesen und auch weniger Höhenmeter, aber leider haben wir uns am Ortsausgang von Meltingen verlaufen und waren schon fast auf der Spitze des Meltinger Hausberges, bis wir es bemerkt haben...doof, aber kommt vor.

Der Start am Kloster in Beinwil war jedenfalls sehr sonnig und wir waren bestens gelaunt :-)

Kloster Beinwil - tolle Lage, schönes Anwesen.

...und hier gibt es sogar selbstgemachtes Eis

"Hohe Winde" haben wir letzte Woche erwandert, heute stand Grellingen als Ziel auf dem Plan.

Aber vor dem Start hat Pascal noch schnell "BEINwil" neu definiert...die KNOCHEN (siehe letzte Tour) haben uns nicht so gefallen... :-) :-) :-)

Die Landschaft hier oben ist traumhaft schön, ganz ehrlich. 

Voll beschwingt sind wir losgelaufen, erstmal wieder aufwärts.

...ganz kurzes Päuschen ;-)

(Acker)Schachtelhalm, glaub ich...jedenfalls eine optisch tolle Pflanze

Hier oben sind wir an zwei Bauernhöfen vorbei gekommen. Wie lebt es sich wohl so einsam auf dem Berg? Sind die Menschen hier glücklicher und zufriedener wie die unten in den Städten?

...die Ausblicke haben sich jedenfalls wieder mega gelohnt, auch wenn es die letzten dieser Art auf dem Weg "von DIR zu MIR" sind.

Bereits hier geht es abwärts, dem Dorf Meltingen entgegen.

...vorbei an einer Herde Jungkühe

Ab hier wurde es immer waldiger...

...und führte nur noch abwärts.

Erster Blick auf Meltingen

Ein Knollenblätterpilz?

Und hier sind wir bereits schon wieder unten. Am Ende von Meltingen biegt der Weg ab in Richtung des "Ibachs", an dem uns die Tour für viele Kilometer entlangführte.

Erst war er noch klein und fast unscheinbar, je näher er zur Birs führte, desto breiter wurde er.

Pascal, mein strammer Wandersmann

Der Weg führte über zahlreiche Brücken entlang des Baches.

...und auch Wasserfälle gab es mehrere.

...leider hat der Ibach irgendwie "milchig" ausgesehen...

aber dieser Pausenplatz war trotzdem ganz besonders toll :-)

zum Glück war es heute nicht ganz so heiss...

...sonst wäre ich bestimmt baden gegangen...;-)

...so ungefähr stelle ich mir Urwälder vor...irgendwie toll

diese Brücken aus Holz gefallen mir persönlich viel besser wie die aus Metall

Immer tapfer voran...

...und der Bach wurde breiter und breiter.

Teilweise hat auch der Weg fast wie ein Bach ausgesehen

Hier haben wir bereits die Ibach-Mündung in die Birs erreicht. Diese Bilder auf dem Felsen sind alle ziemlich alt und sehen toll aus, was es genau ist, weiss ich allerdings nicht. 

1915 - erster Weltkrieg auf alle Fälle

Haben sich hier vielleicht die vielen Soldaten aus der Schweiz getroffen?

Himmelried - ein toller kleiner Ort, wo ich vor einigen Jahren auch schon mal eine Wanderung gemacht habe. An dieser Stelle einen ganz herzlichen Gruss an Clarisse und Thomas :-)

Blick auf Grellingen

Hier sind wir in den Zug gestiegen und über Zwingen und Postbus wieder zurück nach Beinwil gefahren, wo wir das Auto stehen hatten.

Fazit: Eine super Tour mit tollen Ausblicken im ersten Teil und einer total natürlichen und waldigen Atmosphäre am Ibach entlang. Eine Wanderung, die sich auf alle Fälle lohnt und auch für Kinder sehr abwechslungsreich und spannend ist.

 

7. Etappe  (Montag, 18.06.2018)

Kanton Baselland/Baselstadt

von Grellingen nach Basel

 

Distanz: 19,03 Kilometer 

Steigungen: 70 m

 

Die vorletzte Etappe auf unserer Tour von Bern nach Lörrach haben wir ganz spontan gemacht. Uns war irgendwie nach Wandern... ;-) 

Kaum Höhenmeter, nur zwischen Grellingen und Duggingen haben wir einen Aufstieg gehabt, deshalb die 70 Höhenmeter.

Tolles (nicht nur) Wanderteam, wie immer :-)

Der Sommer naht mit grossen Schritten und die Bäume hier im Jura hängen mega voll. Scheint ein gutes Obstjahr zu sein.

...und nicht nur Obst ;-)

Weltmeisterschaft - hier wohnt sicher ein ganz grosser Fan ;-)

Dugginger Keramik-Hühner

Duggingen liegt total am Hang mit einem super Blick nach Aesch.

Basel rückt näher :-) Hinter mir kann man (wenn man ganz genau hinsieht...) schon den Roche-Tower sehen...;-)

Panzersperren...warum sind die eigentlich noch da?

Noch gute 3 Stunden bis Basel SBB, dem Ziel unserer heutigen Wanderung.

Ab hier sind wir bis Basel an der Birs entlang gelaufen.

Ganz klares Zeichen in Aesch - wir nähern uns der Chemiestadt Basel.

Tolle Badestelle, jedenfalls waren da grad einige Kinder und ein ganzes Hunderudel am plantschen ;-)

Mit Reinach verbinde ich viele schöne Erinnerungen - aber leider auch ein weniger schönes Ende. 

An dieser Stelle einen ganz lieben Gruss an Bertrand. Unsere Mittagspausen-Walkings fand ich super, und so manches Mal sind wir dabei über diese Brücke gelaufen.

"Die Reinacherheide ist eine Naturoase inmitten des dichten Siedlungsgebietes. Hier gibt es über 600 Pflanzenarten und ungezählte Tierarten. Das Gebiet gehört somit zu den wertvollsten Naturschutzgebieten im ganzen Kanton und ist zugleich eines der beliebtesten Naherholungsgebiete".

Es war wirklich sehr schön da. Viel Natur, viele blühende Blumen und kaum Menschen unterwegs.

...nur diesen netten Herrn habe ich gesehen...<3 <3 <3

Leider ist die Birs stellenweise sehr sehr flach, sonst würde ich sie gerne mal mit dem Kanu hinabfahren ;-)

Weiss jemand, was das für eine Blume ist?

BIRSPARKLANDSCHAFT - Das grüne Rückgrat der Agglomeration (stand auf einem Schild neben dem Weg)

Mittagspause...

Die Brücken über die Birs sind teilweise ziemlich alt, so wie diese hier auf dem Foto.

Und wie diese Schnecke am dünnen Brennesselstamm hoch gekommen ist, ist mir echt ein Rätsel...und was will sie überhaupt da oben?

...ein Baumstumpf - und oben wächst ein neues Bäumchen. Schön irgendwie. Ein Zeichen, dass die Natur sich zu Helfen weiss.

Kaum zu glauben, dass wir hier schon vor den Toren Basels stehen...

Bern - Basel...zu Fuss...tolle Leistung ;-) 

Die letzten Meter an der Birs entlang, bevor wir in die laute und hektische Atmosphäre "St. Jacob" eingetaucht sind.

..Von St. Jacob aus sind wir eine ziemlich lange Strecke an diesem Kanal entlang gelaufen. Ich war in Teilen Basels, die ich vorher nicht gekannt habe.

Roche-Tower - schon deutlich näher :-)

St. Alban

...oder doch eher Colmar? Oder Strassburg?

Es ist jedenfalls ziemlich schön hier...

Irgendwie doch ein Stückchen Heimat...;-)

Kurz darauf sind wir am Bahnhof SBB angekommen und mit dem Zug zurück nach Grellingen gefahren, wo mein Auto stand. 

Fazit: Man könnte vermuten, dass diese Etappe vielleicht etwas "langweiliger" war, weil die Ausblicke gefehlt haben, das hat sie aber durch tolle Blicke auf die Birs und die schöne Landschaft rund um Basel wieder ausgeglichen. Ausserdem ist es wirklich ein ganz tolles Gefühl, wenn man sich dem Ende einer Tour nähert und sein gestecktes Ziel erreicht. Nur noch eine Etappe bis nach Lörrach-Hauingen :-) 

 

8. Etappe  (Samstag, 23.06.2018)

Kanton Baselstadt/Landkreis Lörrach

von (CH)Basel nach (D)Lörrach-Hauingen

 

Distanz: 16,07 Kilometer 

Steigungen: 140,9 m

...

Unsere letzte Etappe auf der Tour "Von DIR zu MIR" und irgendwie ist das schön, HURRA WIR HABEN ES GESCHAFFT, aber gleichzeitig auch irgendwie traurig, denn die Tour ist jetzt fertig, vorerst erledigt, kommt so schnell nicht wieder.

Naja, für den Alltag wäre es sowieso nichts, immer zu Fuss zwischen Bern und Lörrach hin und her zu pendeln, da bin ich schon froh, dass das Auto erfunden worden ist ;-)

Die 140 Höhenmeter sind übrigens grösstenteils hier vor meiner Haustüre, da ich auf "einem Berg" wohne, ansonsten war die Strecke eher flach.

Jedenfalls hatten wir auch heute wieder grosses Wetterglück, es war perfektes Wanderwetter. Die Strecke war zwar nicht unbedingt das Highlight der Tour, aber doch irgendwie ganz nett, wie ihr gleich sehen werdet.

Gestartet sind wir in Basel beim Bahnhof SBB und gleich davor steht dieses Denkmal. Ich habe zwar keine Ahnung, was es bedeutet, aber...

...Symbolträchtiger geht es wohl kaum...da war doch tatsächlich das Berner Wappen darauf... ;-)

Vom Bahnhof SBB sind wir Richtung Bad. Bahnhof gewandert und ich war wirklich erstaunt, wie schnell man zu Fuss an der Wettsteinbrücke ankommt.

Blick in Richtung Grenzach...

...und hier in Richtung der schönen Mittleren Rheinbrücke. Im Wasser waren tatsächlich zahlreiche Schwimmer unterwegs. Und Pascal steht die Freude echt irgendwie ins Gesicht geschrieben auf diesem Foto <3 <3 <3

eine tolle Blume am Wegesrand...

...und hier seht ihr, dass es nicht überall nur schön war. Das ist der Fussweg entlang des Parkhauses beim Badischen Bahnhof.

Basel Badischer Bahnhof

...schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das Ziel unserer Tour, Deutschland... ;-)

...fast wie ein Symbol für unser gemeinsames und länderübergreifendes Projekt.... ;-)

Vom Badischen Bahnhof aus ging es in Richtung LANGE ERLEN, dem grossen und tollen Tierpark, den ihr bestimmt alle kennt.

Ein Storchenpaar...

...und schon waren wir an der WIESE, dem grossen Wiesentäler Bach. Von hier aus ging es nur noch geradeaus bis nach Lörrach.

Schade eigentlich, dass das Flüsschen so fürchterlich streng begradigt worden ist. Im Original war es bestimmt sehr viel spannender.

Ein erster Blick auf LÖRRACH

...und seitlich hatten wir den CHRISCHONATURM vor Augen, das Wahrzeichen der Region.

Dass Lörrach Klimaschutzkommune ist, hätte ich wohl nie erfahren, wenn ich nicht zu Fuss an diesem Schild vorbeigekommen wäre...;-) Und ihr wisst es jetzt auch ;-) ;-)

Lörrach-Stetten, die ersten Häuser des Ortes

Im Januar bin ich diese Strecke schon mal gelaufen, da war die WIESE wirklich ein reissender Fluss ich Vergleich zu heute. Ab hier war es nur noch ein kurzes Stück bis zum Lörracher Ortsteil Haagen, wo wir die WIESE verlassen haben und durch Haagen bis nach HAUINGEN gewandert sind, dem entgültigen Ziel unserer Tour.

Fazit:

Die gesamte Tour ist 130,2 Kilometer lang und wir haben dabei 2.875,80 Höhenmeter überwunden. Stramme Leistung, oder? Vor allem die beiden Juraketten hatten es echt in sich. Aber jetzt, wieder daheim, frisch geduscht und mit der Aussicht auf ein gutes Essen war alles "halb so wild". Vielleicht laufen wir die Tour ja doch noch mal, dann von Hauingen nach Bern und nicht in acht Etappen, sondern nur in vier...mal sehen :-)

Ausserdem haben wir ein paar Ideen für weitere Fernwandertouren, lasst euch überraschen... :-) :-) :-)

Herzliche Grüsse an euch alle,

 

Martina